Logofarben: So findest du Markenfarben, die für dich verkaufen
Farbe ist das Erste, was Kunden wahrnehmen, oft noch bevor sie den Namen lesen. Eine gut gewählte Palette macht dein Unternehmen leichter erkennbar und einprägsam. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du Logofarben auswählst, ohne Theorie, die du nicht brauchst.
Wie Farben wirken
Farben haben keine allgemeingültige Bedeutung, manche Assoziationen sind aber weit verbreitet. Es lohnt sich, sie zu kennen, um sie bewusst zu nutzen oder bewusst zu brechen.
- Marineblau und Blau: Vertrauen, Ruhe, Professionalität. Häufig bei Finanzen, Recht, IT.
- Grün: Natur, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Wachstum. Floristik, Gartenbau, Physiotherapie, Bio-Produkte.
- Rot: Energie, Leidenschaft, Dringlichkeit. Gastronomie, Sport, Sale. In großen Mengen anstrengend.
- Orange und Bernstein: Wärme, Optimismus, Nahbarkeit. Gut als Akzent für Buttons und Details.
- Gelb: Freude, Aufmerksamkeit. Ein starker Akzent, als Textfarbe auf Weiß aber schlecht lesbar.
- Schwarz und Graphit: Eleganz, Prestige, Modernität. Mode, Beauty, Premiummarken, Architektur.
- Violett: Kreativität, Luxus, Spiritualität. Kosmetik, Bildung, Wellness.
Eine Markenpalette sind 3–4 Farben mit Aufgaben
Statt nach der einen perfekten Farbe zu suchen, stell eine kleine Palette zusammen, in der jede Farbe eine Aufgabe hat:
- Hauptfarbe: Logo, Überschriften, Text. Sie muss dunkel genug sein, um auf Weiß gut lesbar zu sein.
- Ergänzungsfarbe: ein ruhiger Begleiter der Hauptfarbe, für Hintergründe und Icons.
- Akzent: eine lebendige Farbe für Buttons und Hervorhebungen. Sparsam eingesetzt, auf etwa 10 % der Fläche.
- Heller Hintergrund: ein sehr heller Ton für Bereiche der Website und Karten.
Ein einfaches Verhältnis, das funktioniert: 60 % heller Hintergrund, 30 % Hauptfarbe, 10 % Akzent.
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Logo kostenlos erstellenPrüfe den Kontrast, bevor du dich festlegst
Eine Farbe, die im Farbfächer schön aussieht, kann auf der Website unlesbar sein. Die Barrierefreiheitsrichtlinien WCAG empfehlen einen Kontrast von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für große Schrift. Du prüfst das mit kostenlosen Kontrast-Tools, indem du zwei HEX-Codes eingibst. Hellgelb, Hellgrün oder Pastellrosa bestehen als Textfarbe selten, nimm sie deshalb für Akzente und Hintergründe.
Farben nach Branche: Inspiration, kein Muss
| Branche | Typische Richtung | So hebst du dich ab |
|---|---|---|
| Steuerbüro, Kanzlei | Marineblau, Flaschengrün, Gold | tiefes Bordeaux oder Graphit mit warmem Akzent |
| Bau | Gelb, Orange, Schwarz | Graphit mit einem starken Akzent |
| Café, Bäckerei | Brauntöne, Creme | Terrakotta, Oliv, tiefes Grün |
| Beauty | Rosa, Schwarz, Gold | kühles Salbeigrün, Sandbeige |
| IT und Software | Blau, Violett | Dunkelgrün, Graphit mit Neon-Akzent |
| Gesundheit, Physiotherapie | Türkis, Grün, Weiß | Marineblau mit warmem Akzent |
Eine branchentypische Farbe hilft Kunden, schnell zu verstehen, was du machst. Eine ungewöhnliche Farbe hilft ihnen, sich an dich zu erinnern. Am besten kombinierst du beides: eine sichere Hauptfarbe und einen mutigeren Akzent.
Notiere deine Farbcodes
Halte jede Markenfarbe in mehreren Systemen fest, damit sie überall gleich aussieht:
- HEX (z. B. #1A1A1D): Website, Social Media, Canva.
- RGB: Büroprogramme und Präsentationen.
- CMYK: Druck von Visitenkarten, Flyern, Verpackungen.
- Pantone (optional): wenn exakte Übereinstimmung zählt, etwa bei Schildern und Kleidung.
Schreib die Codes ins Markenhandbuch und gib sie allen weiter, die Materialien für dich erstellen. Welche Logodateien die Druckerei braucht, erklären wir im Ratgeber zu Logo-Dateiformaten.
Häufige Fehler
- Zu viele Farben im Logo (mehr als drei).
- Helle Textfarbe auf weißem Hintergrund.
- Ein anderer Farbton auf jedem Material, weil niemand die Codes notiert hat.
- Ein Logo, das nur in Farbe funktioniert. Bereite immer eine schwarze und eine weiße Version vor.
Im markignite-Generator hat jeder Vorschlag bereits eine Palette mit geprüftem Textkontrast, und die HEX-, RGB- und CMYK-Codes bekommst du mit den Dateien. Mehr zur Gestaltung des Zeichens selbst liest du in den 10 Regeln für ein gutes Logo.
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